LSG Nordrhein-Westfalen - Urteil vom 16.02.2022
L 10 KR 385/21 KH
Normen:
SGB V § 27 Abs. 1 S. 1 und S. 2 Nr. 5; SGB V § 39 Abs. 1 S. 1-2; SGB V § 109 Abs. 4 S. 2-3; SGB V § 115b Abs. 1 S. 1 Nr. 1; SGB V § 275 Abs. 1 Nr. 1; SGB V § 301 Abs. 1 S. 1 Nr. 3; KHG § 17b; KHEntgG § 7;
Vorinstanzen:
SG Düsseldorf, vom 19.04.2021 - Vorinstanzaktenzeichen S 33 KR 2681/19

Vergütung stationärer Krankenhausbehandlungen in der gesetzlichen KrankenversicherungFälligkeit einer VergütungsforderungAnforderungen an die ordnungsgemäße Information der Krankenkasse

LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 16.02.2022 - Aktenzeichen L 10 KR 385/21 KH

DRsp Nr. 2022/12722

Vergütung stationärer Krankenhausbehandlungen in der gesetzlichen Krankenversicherung Fälligkeit einer Vergütungsforderung Anforderungen an die ordnungsgemäße Information der Krankenkasse

Anknüpfungspunkt für die Frage, ob eine weitergehende Begründung für die Durchführung einer stationären Behandlung bereits im Rahmen der Übermittlung der Daten nach § 301 SGB V erforderlich ist, ist stets die stationär durchgeführte Maßnahme und nicht die diese Maßnahme eventuell erforderlich machende Erkrankung – hier im Falle eines bariatrischen Eingriffs bei einer Adipositas-Erkrankung.

Tenor

Die Berufung der Beklagten gegen das Urteil des Sozialgerichts Düsseldorf vom 19.04.2021 wird zurückgewiesen.

Die Beklagte trägt auch die Kosten des Berufungsverfahrens.

Der Streitwert wird auch für das Berufungsverfahren auf 7.232,96 € festgesetzt.

Normenkette:

SGB V § 27 Abs. 1 S. 1 und S. 2 Nr. 5; SGB V § 39 Abs. 1 S. 1-2; SGB V § 109 Abs. 4 S. 2-3; SGB V § 115b Abs. 1 S. 1 Nr. 1; SGB V § 275 Abs. 1 Nr. 1; SGB V § 301 Abs. 1 S. 1 Nr. 3; KHG § 17b; KHEntgG § 7;

Tatbestand

Die Beteiligten streiten über die Abrechnung einer vollstationär durchgeführten Krankenhausbehandlung.